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„Erster EU-regulierter Euro-Stablecoin“ kommt auf den Kryptomarkt

Nachdem Circle im vergangenen Jahr bereits einen größeren Euro-Stablecoin lanciert hat, kommt nun der „erste“ wahrhaft europäische Euro-Stablecoin auf den Markt.

Das finnische Krypto-Unternehmen Membrane Finance hat einen vollständig in Euro besicherten Stablecoin auf den Markt gebracht, wie aus einem firmeneigenen Blogeintrag vom gestrigen 2. Februar hervorgeht. Das Unternehmen verfügt über eine offizielle Zulassung der finnischen Finanzmarktaufsicht Fin-FSA und gibt an, dass ihr neuer „EUROe“ der „erste und einzige in der EU regulierte Stablecoin“ ist.

Membrane Finance is excited to announce the launch of EUROe on Ethereum!

Read more at https://t.co/nV8dYKkBmK, and read the thread below to see how you can get started with $EUROe from today!

— EUROe (@EUROemoney)February 2, 2023

Das große amerikanische Krypto-Unternehmen Circle hatte vergangenen Juni einen eigenen Euro-Stablecoin lanciert, allerdings wurde der sogenannte „Euro Coin“ (EUROC) von der Silvergate Bank verwahrt und war damit in den USA reguliert.

Jede Währungseinheit des EUROe ist durch „mindestens einen Euro abgedeckt […], der bei einem europäischen Finanzinstitut oder einer europäischen Bank verwahrt, und von Membrane Finance hier gehalten wird“, wie es in der offiziellen Mitteilung des Finanzdienstleisters heißt. Ferner ist das Unternehmen überzeugt, dass mit dem neuen Stablecoin „nahezu sofortige Zahlungen“ zu minimalen Kosten möglich sind, ein klarer Wettbewerbsvorteil gegenüber den langsamen und kostspieligen Zahlungen im traditionellen Finanzsystem.

Juha Viitala, der CEO von Membrane Finance, hofft, dass der EUROe die Europäer verstärkt dazu anregen wird, die Dezentralisierten Finanzdienstleistungen (DeFi) als Anlagemöglichkeit für sich zu entdecken:

„Stablecoins sind ein wichtiges Puzzlestück für den Umstieg auf eine Blockchain-basierte Finanzinfrastruktur, weshalb die Europäer einen Anspruch auf einen vollständig gedeckten Euro-Stablecoin aus der EU haben, der von einer EU-basierten Finanzaufsicht reguliert wird. Der EUROe kann hoffentlich mehr Privatanleger an den DeFi teilhaben lassen, die sich zuvor wegen der hohen Volatilität von Kryptowährungen nicht an diese herangetraut haben oder bisher keine derartige Zugangsmöglichkeit hatten.“

Der EUROe wird zunächst auf dem Ethereum-Netzwerk lanciert, später sollen dann noch weitere Blockchains folgen.